F Ü R T H - E R I N N E R U N G E N
In diesem Teil unserer Internetseite geht es um Fürther Persönlichkeiten, bekannte oder unbekannte, ehemalige Gebäude, Gaststätten, Kneipen usw.
Einfach alles, was nicht mehr existent, doch aber der Erinnerung würdig ist, findet hier, in lockerer und zufälliger Reihenfolge, seinen Platz.
Viel Spaß beim Lesen und schwelgen in Erinnerungen!
Traditionskneipe "Schindelgasse 13"
Sie war für echliche Generationen einfach kult, der Ort, an dem der erste Rausch erlebt, evtl. aber auch die erste Liebe getroffen wurde.
Mitten in der denkmalgeschützten Fürther Altstadt, zwischen Gustav- und Königstraße, in einem Fachwerkhaus, war sie untergebracht.
Wann sie erstmalig ihre Türe für Hungrige und Durstige öffnete, kann von dieser Stelle nicht mehr ganz nachempfunden werden, sicher aber in Richtung Ende der 1970er Jahre.
Viele Pächter bemühten sich mit vielseitigem Engagement die Kneipe zu betreiben. Probleme gab es nur immer mit der Erbengemeinschaft, der das Haus, Schindelgasse 13, gehörte.
Nach mal wieder einer Zeit, die die Kneipe brach lag, etliche Verpachtungen brachten nicht das Publikum, das sich die Umgebung vorstellte, kam alles ganz anders, als es bis dahin der normale Ablauf war:
Ein schwules Pärchen entschloss sich 2008 das komplette Haus zu kaufen.
In langer und liebevoller Kleinarbeit wurden maßvolle Veränderungen am Haus selbst und in der Kneipe durchgeführt. Es entstand ein Ort, der reine Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlte, der von Freundlichkeit und wohlwollendem Umgang geprägt war.
Sehr schnell fand sich auch wieder Publikum ein, welches der urigen Kneipe seine Freizeit schenkte, gemütliche und erfreute Stunden dort verbrachte.
Geöffnet war von Donnerstag bis Sonntag, im Sommer wurde der gemütliche "Biergarten", im Hof des Hauses, in vollen Zügen genossen.
Auch gab es jährlich einen Ausflug, den die Wirtsleute mit Ihren Gästen zum Starkbierfest nach Pahres durchführten und der immer äußerst gerne angenommen wurde.
Leider, die Gesellschaft wurde immer rücksichtsloser, blieb auch die Zeit in der Schindelgasse nicht stehen, eine neue Bewohnerin fand gegenüber der Kneipe ihr neues Zuhause.
Schnell fühlte sie sich von dem Lärm so gestört, dass sie bei allen passenden und unpassenden Möglichkeiten gegen die Kneipe in den letztendlich erfolgreichen Kampf zog.
Die Lärmschutzauflagen des Ordnungsamtes stiegen u. a. zu unüberwindbaren Hürden auf und zum 01.09.2011 schloss die einstige Traditionswirtschaft.
Das Ende der "Schindelgasse 13" ist ein unglaubliches Beispiel für menschliche Arroganz, gepart mit Handlungswut einer sonst äußerst trägen Dienststelle!
Schade, schade!
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Venedig, mitten in Fürth
Auch diese Kneipe existiert nicht mehr, Nein, sie existiert noch, nicht mehr aber in eimem empfehlenswerten Ambiente.
Für das "Stadt Venedig" müssen wir etws länger in der Geschichte zurück gehen.
Bereits in den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts finden sich Belege, die in der Unteren Fischergasse diese Kneipe bestätigen.
Welche Verpflegung über all die Jahre dort angeboten wurde, ist natürlich leider unbekannt, fest steht, dass hier seit Beginn der 1980er Jahre afghanisch, aber auch international, die Pizzen waren über Fürth hinaus bekannt, gekocht wurde.
Geachtet wurde in dieser Zeit darauf, dass das ausgeschenkte Bier von Brauereien aus der Region bezogen wurde, sehr löblich!
Das "Stadt Venedig" hatte sein Stammpublikum, das sich nicht zuletzt wegen den sehr zuvorkommenden Wirtsleuten dort heimisch fühlte.
Leider wurden Gäste und Wirtsleute äußerst unsanft von der Realität eingeholt. Aufgrund einer schweren Erkrankung konnten die Pächter 2011 ihre Tätigkeit leider nicht mehr fortsetzen.
Über das, was an Pächtern nun anschließend kam, wollen wir aus Höflichkeit einfach schweigen.
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