B L I N D E N S C H R I F T S P E I S E K A R T E N

 

Auch in Fürth und seiner Umgebung gehen mehr und mehr Gastronomiebetriebe dazu über, ihre Speisen- und Getränkekarten auch in Blindenschrift anzubieten.

 

Der im nachfolgenden Zeitungsartikel vorgestellte Service wird in Fürth leider, aufgrund der schlechten Qualität der Braille-Karten, nicht mehr genutzt.

 

Ein qualitativ hochwertiges Angebot bietet seit März 2011 das Übersetzungsbüro "Sprachenhelfer" an.

 

Der Hauptunterschied zum Vorgängerangebot, siehe Artikel, ist, dass die qualitativ hochwertigen Karten für die Gastronomiebetriebe kostenfrei sind.

 

Also gleich mal zu www.sprachenhelfer.de.

 

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Fühlbar besserer Service für blinde Gäste 

 

In Fürth liegt die erste Speisekarte in Punktschrift aus - Flächendeckendes Angebot ist Ziel

 

FÜRTH (st) - "Mit dem Café Dunkelheit wollen uns blinde Menschen ihre Welt nahe bringen, und dies soll nun eine kleine Geste zurück sein", sagt Stefan Blum, Vorsitzender der Szene Fürth e. V. Mit der kleinen Geste ist ein Projekt gemeint, das es sich zum Ziel gesetzt hat, in allen Fürther Gastronomiebetrieben Speisekarten für blinde beziehungsweise sehgeschädigte Menschen anzubieten.

Eine erste gibt es bereits, sie liegt im Gasthaus "Zum alten Rentamt" aus. Von den dortigen Wirtsleuten Karin und Reiner Feichtenbeiner stamme auch die Idee, erzählt Blum, da bei ihnen oft Blinde zu Gast seien. Die waren bei der Auswahl der Gerichte auf die Hilfe von Sehenden angewiesen und mussten sich die Karte immer erst vorlesen lassen. Feichtenbeiners hatten deshalb bei Blum angefragt, ob es da nicht eine Lösung gebe.

Die gab's, und jetzt kann dort in der in Punktschrift gedruckten Karte geblättert werden. Bundesweit gebe es diese Art von Speisekarten bisher nur in Marburg, so Blum. Er hofft aber, dass sich nach Fürth noch viele andere Kommunen finden, die Gleiches anbieten möchten. Und aus dem bislang einmaligen Angebot in der Stadt sollen natürlich möglichst viele werden.

Restaurants sind interessiert

In Kooperation mit der Stadtmarketinggesellschaft Vision seien deshalb in den vergangenen Tagen rund 400 Restaurants angeschrieben worden, so City-Manager Thomas Schier. Außerdem werde telefonisch auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht. Die erste Reaktion darauf sei "einhellige Begeisterung" gewesen, sagt Blum. Er sei bereits mit rund 25 Betrieben in Kontakt getreten.

Das bereits versandte Anschreiben kann dabei zugleich als Bestellformular genutzt werden, "denn wir möchten es den Betrieben so einfach wie möglich machen", erklären Blum und Schier. Die Gastronomen müssen nur noch ein Exemplar ihrer Speisekarte mit zurückschicken. Mitarbeitende der Szene Fürth formatieren den gelieferten Text entsprechend um. Mit einer eigens dafür entwickelten Software wird das Ganze dann bei der Nürnberger Firma ProTak in Punktschrift, eine Art Steno der Blindenschrift Braille, gedruckt.

Laut Blum belaufen sich die geschätzten Kosten für das Projekt auf rund 2000 Euro. Karl Scharinger, Sozialreferent der Stadt, sei von dem Vorhaben allerdings derart angetan gewesen, dass er bereits finanzielle Unterstützung zugesagt habe, freut sich Blum.

7.12.2006 0:00 MEZ - Fürther Nachrichten

 

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